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Schrei­ben bedeu­tet, die Wahr­neh­mung der Welt in Wor­ten aus­zu­drü­cken und in etwas Neu­es zu ver­wan­deln. Gera­de in der Frei­heit von Zweck und Bot­schaft liegt für mich die Schön­heit und Anar­chie der Lite­ra­tur. Und ihre gesell­schaft­li­che Kraft dar­in, dass wir uns mit Empa­thie in ande­re Men­schen und Wel­ten hin­ein­ver­set­zen.

Sybil Volks - by Lotte Ostermann
Copy­right Lot­te Oster­mann

Sybil Volks

Sybil Volks lebt als Schrift­stel­le­rin in Emden und Ber­lin. Sie hat meh­re­re Roma­ne sowie Erzäh­lun­gen und Gedich­te ver­öf­fent­licht. Der his­to­ri­sche Ber­lin-Kri­mi ›Café Grö­ßen­wahn‹ war nomi­niert für den Glau­ser-Preis als bes­tes Kri­mi­de­büt. Ihr Roman ›Tor­stra­ße 1‹ erzählt von zwei Fami­li­en und einem geschichts­träch­ti­gen Gebäu­de…

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Café Fini­to

Buch: Café Finito»Wie jeden Mor­gen stand Kris­tof schon kurz nach dem Auf­wa­chen mit einem Bein auf dem Fried­hof. Und beim nächs­ten Schritt mit bei­den Bei­nen im Leben, denn das wuchs und wucher­te auf dem Toten­acker. Doch um das zu erken­nen, muss­te man wohl wie Kris­tof Fäh­rer selbst dort leben.«

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Tor­stra­ße 1

»Elsa geht einen Schritt auf das Tor zu, den Ein­gang zur Tor­stra­ße 1. Hoch ragt das hel­le Gebäu­de in den Ber­li­ner Him­mel, mit einer Reling um das Ober­geschoss und geschwun­ge­nen Sei­ten­flü­geln. Wie immer, wenn sie sich in den acht­zig Jah­ren ihres Lebens dem Haus genä­hert hat, gerät Elsas Herz aus dem Takt.«

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Die Glücks­rei­sen­den

››Heu­te ist einer die­ser ande­ren Tage. Ein Tag, an dem sie alle leben. Ein Tag im Früh­ling, den sogar sie noch erlebt, Inge Boy­sen, bald acht­zig Jah­re alt, vor Kur­zem für tot erklärt – aber nichts da.‹‹

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Win­ter­gäs­te

wintergaeste-9783423260800»All das Kom­men und Gehen in unse­rer Fami­lie begann mit einem ange- kün­dig­ten Tod und einem unan­ge­kün- dig­ten Sturm. Mond und Flut, Schnee und Sturm, Brü­der und Schwes­tern, Gelieb­te und unge­bo­re­ne Kin­der tra­fen ohne Vor­war­nung auf­ein­an­der. Über Nacht ver­wan­del­te sich unser Haus in eine Insel im Eis­meer und unse­re nichts­ah­nen­de Sip­pe in eine Gemein­schaft Schiff­brü­chi­ger.«

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Café Grö­ßen­wahn

cafe_groessenwahn»BERLIN! Im ers­ten Moment steht Eugen Hof­mann da wie geblen­det. Er hält die Hand über die Augen und blickt durch die geöff­ne­te Zug­tür in die Bahn­hofs­hal­le. Dann tas­tet er über den Man­tel: Ein­ge­näht ins Fut­ter knis­tern die blau­en Hun­der­ter, und oben­auf, mehr­mals gefal­tet, liegt die ers­te Sei­te von sei­nem Thea­ter­stück.«

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Buch: Café Finito